Regiogeld-Kongress vom 3. bis 5. Mai: Mischung aus Kultur, Unterhaltung, Diskussion und Referaten

Hochrangige Fachleute stellen ihre Thesen vor

(Traunsteiner Tagblatt, 23.04.2013)

Traunstein (he). Die renommierte Filmemacherin Marie-Monique Robin, die Geldexpertin und -kritikerin Margrit Kennedy, Wachstumskritiker Niko Paech und der Ökonom Werner Onken: Das sind die wohl prominentesten Gäste des 5. Regiogeld-Kongresses, der vom 3. bis 5. Mai in Traunstein stattfindet. Organisiert wird diese hochrangige Veranstaltung von den Verantwortlichen der Regionalwährung Chiemgauer, die heuer Jubiläum feiert: Seit zehn Jahren kann man in der Region mit dem Chiemgauer zahlen.

Das Programm beginnt am Freitag, 3. Mai, um 12 Uhr mit Infoständen und Aufführungen am Stadtplatz. Am Freitagabend ist um 19 Uhr die Eröffnungsveranstaltung im Großen Rathaussaal - mit Kulturprogramm, einer Podiumsdiskussion und einem Impulsvortrag von Chiemgauer-Gründer Christian Gelleri.

 Das Hauptprogramm läuft dann am Samstag, 4. Mai, ab. Von 9 bis 13 Uhr gibt es wieder Infos und Darbietungen am Stadtplatz. Um 9 Uhr ist im Rathaussaal ein zentraler Vortrag von Prof. Margrit Kennedy geplant. Ab 11 Uhr finden dann in verschiedenen Räumen rund um den Stadtplatz Vorträge und Diskussionen statt (siehe eigener Artikel). Mit einem Impro-Theater um 19 Uhr in der Franz-Eyrich-Halle klingt der Samstag aus: Das ist gleichzeitig der kultureller Höhepunkt des Kongresses und auch der Zehn-Jahres-Feier der Chiemgauer-Regionalwährung. Am Sonntag gibt es um 9 Uhr im Großen Rathaussaal noch einen Vortrag von Prof. Niko Paech: „Lust auf Leben nach der Krise".

Danach klingt der Kongress mit einem Brunch im Café Lenz aus. Für Interessenten werden noch zwei Fahrten angeboten: nach Wörgl, wo einst in den 30er Jahren des letzten Jahrhundert eine sehr erfolgreiche Regionalwährung entstanden war, oder nach Piding, wo es Informationen über den Sterntaler, die Regionalwährung im Berchtesgadener Land gibt.

Die Zahl der Referenten ist groß; da haben die Macher des Kongresses wirklich alle nur denkbaren Verbindungen spielen lassen. Natürlich ist auch Christian Gelleri dabei, der an der an der Waldorfschule Chiemgau zusammen mit sechs Schülerinnen die Erfolgsgeschichte des Chiemgauer, der zunächst als Schülerunternehmen betrieben wurde, begründet hat. Er spricht bei der Eröffnung am Freitag, 3. Mai, um 19 Uhr im Großen Rathaussaal zum Thema „Chancen und Grenzen des Chiemgauer". Umrahmt wird der Abend vom Chor Giovedi Vocale und dem Auftritt von „Herrn Chiemgauer" Richard Leitner. Anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion mit Unternehmern, Verbrauchern und Vereinen, die mit dem Chiemgauer arbeiten.

Eine Fülle an Themen beherrscht den Tagungsteil am Samstag, 4. Mai. Da kommen all die prominenten Teilnehmer zu Wort. Den Vortrag am Sonntag um 9 Uhr hält Prof. Niko Paech im Großen Rathaussaal zum Thema „Lust auf Leben nach der Krise".

So ist der Regiogeld-Kongress schon allein durch die Prominenz der Vortragenden ein herausragendes Ereignis der Region. Die Referenten sind in ihren Bereichen echte Experten, deren Wort gilt, gehört, natürlich auch – kontrovers - diskutiert wird. Wer immer sich für die Themenbereiche „Wachstum" beziehungsweise „Ende des Wachstums" interessiert, darf sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Hauptorganisatoren sind die Chiemgauer-Repräsentanten Elke Mathe und Christophe Levannier. Levannier ist ein Mann der ersten Stunde, ein echter „Missionar" der Chiemgauer-Regionalwährung und seit letztem Jahr Vorsitzender des Chiemgauer-Vereins. Elke Mathe leitet das Traunsteiner Büro und die hiesige Regionalgruppe.

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